Prey fällt in die Kategorie "Wissenschafts-Thriller", in der sich Crichton mit anderen Werken wie "Der Schwarm", oder "Magma" messen lassen muss. Das Hörbuch kommt auf 6 CDs daher. Um es gleich vorweg zu nehmen: Gegen den Schwarm von Frank Schätzing kommt dieses Buch in mehreren Disziplinen nicht an. Zum einen erscheint die wissenschaftliche Grundlage nicht ganz so exakt recherchiert. An vielen Stellen fällt mir als Techniker auf, dass wichtige Details entweder unter den Teppich gekehrt sind, oder dermaßen aberwitzig herbeikonstruiert werden, dass auch dem Laien auffallen müsste, dass etwas nicht stimmt. Des Weiteren werden an einigen Stellen extrem präzise Details erwähnt, die einem Wink mit dem Zaunpfahl gleichen. Das macht die Story an vielen Stellen vorherseh- und durchschaubar.
Allerdings - eine Gemeinsamkeit mit dem Schwarm von Schätzing gibt es: Einen extrem abgehobenen Showdown im Schlußviertel.
Was die technische Umsetzung des Hörbuch betrifft, so bemerkt man beim hören relativ viele Cuts, bei der sich die Stimmlage oder die Lesegeschwindigkeit von Hannes Jaenicke mitten im Satz abrupt ändert. Das irritiert gelegentlich, ist aber zu verschmerzen.
Insgesamt aber auf jeden Fall "Gut".